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Ausstellungen

Theo Jansen - Strandbeesten, der neue Generation

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Bezirk
Internationale Zone
Art der Ausstellung
Museum

Neben der Animaris Omnia, die seit 2018 im Gartensaal des Kunstmuseums zu sehen ist, sind ab 26. Februar verschiedene Strandtiere sowohl im Projektsaal als auch draußen am Teichrand zu bestaunen.

Beeindruckende Skelettstrukturen, die sich selbstständig bewegen, angetrieben vom Wind: Die Strandbeesten des Künstlers Theo Jansen (geb. 1948) sind regelmäßig an der niederländischen Küste zu sehen. Sie wurden auch auf der ganzen Welt gezeigt. Neben Animaris Omnia, die seit 2018 in der Gartengalerie des Kunstmuseums Den Haag hängt, können Besucher ab dem 26. Februar die Entwicklung dieser Kreaturen in chronologischer Reihenfolge in unserer Projektgalerie und am See vor dem Museum verfolgen. „Seit 1990 erschaffe ich neue Lebensformen“, sagt Jansen. „Das Grundmaterial ist nicht Protein wie in der Natur, sondern elektrische Schläuche. Meine Strandbienen beziehen ihre Energie aus dem Wind, sodass sie nicht fressen müssen. Sie haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, wie man an den verschiedenen Generationen erkennen kann. Dies wird in der Präsentation im Kunstmuseum Den Haag deutlich sichtbar.“

Welchen besseren Ort als seine Heimatstadt mit ihren Verbindungen zum Meer hätte Jansen wählen können, um zu zeigen, wie sich seine Strandbienen entwickelt haben? In dieser Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag haben Fans die Möglichkeit, Jansens Arbeit besser kennenzulernen, und auch ein größeres Publikum wird die Möglichkeit haben, seine Arbeit zu entdecken. 

Strandbeests sind mehr als nur Kunstobjekte. Jansen versucht, echtes Leben zu erschaffen, mit dem ultimativen Ziel, seine Kreationen freizusetzen, um ein unabhängiges Leben in großen Herden am Strand zu führen. Ihm ist klar, dass dies in naher Zukunft nicht möglich sein wird, aber er erklärte seinen Traum vor einigen Jahren in einem Interview mit National Geographic: „Gib mir ein paar Millionen Jahre und meine Strandbienen werden völlig unabhängig leben.“ In den vergangenen Jahrzehnten hat Jansen die Kreaturen kontinuierlich weiterentwickelt und sie nach und nach unabhängiger gemacht. Mittlerweile seien es zwölf Generationen, sagt er. Seine erste Kreation war nicht mobil und bestand aus PVC-Schläuchen und Klebeband, aber heute sind seine Kreaturen imposante, mehrere Meter lange Bestien, die sich selbstständig am Strand bewegen. Sie bestehen immer noch aus Rohren, aber alle möglichen ausgeklügelten Techniken ermöglichen es ihnen, die Energie des Windes zu nutzen, die sie nutzen, um selbstständig herumzulaufen, Sand zu bewegen und mit den Flügeln zu schlagen. Ein „Magen“ aus Plastikflaschen kann Wind einfangen und wieder abgeben, sodass sie sich bewegen können.

Jansen schuf seine Strandbienen zunächst mit einem bestimmten Zweck im Hinterkopf. Sie waren als Lösung für ein bis heute aktuelles Problem gedacht: den Klimawandel. Er schrieb einen Zeitungsartikel über die Gefahr des Meeresspiegelanstiegs und schlug eine Lösung vor: Tiere aus elektrischen Schläuchen, die den Strand aufwühlen und den Sand auf die Dünen blasen würden, um sie zu verstärken. Anschließend fertigte er die Kreaturen tatsächlich an und hat seitdem nie damit aufgehört. Jede neue Art erhielt einen lateinischen Namen – Animaris Vulgaris, Animaris Rhinoceros, Mater Extensa – und Jansen hat die Evolution seiner Strandbienen nun anhand verschiedener Merkmale in zwölf Perioden eingeteilt. In der jüngsten Periode, dem „Volantum“ (2020-2021), hat er sogar einen Strandbienen entwickelt, der fliegt. Auf seiner Website strandbeest.com gibt es einen detaillierten Stammbaum, der alle Arten in die verschiedenen Perioden einteilt.

 

Tage und Zeiten

26 Februar 3 Juli
Dienstag
10:00 – 17:00
Mittwoch
10:00 – 17:00
Donnerstag
10:00 – 17:00
Freitag
10:00 – 17:00
Samstag
10:00 – 17:00
Sonntag
10:00 – 17:00
€ 12,50 - € 16,00
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