Eva Besnyö - Die befreite Kamera
5 Sep - 31 Jan. 2027
In diesem Herbst präsentiert das Fotomuseum Den Haag eine der größten Retrospektiven, die es je zu Eva Besnyös Werk gegeben hat. Die Fotografin Eva Besnyö (1910–2003) war nicht nur Zeugin, sondern auch treibende Kraft hinter der Emanzipation der Fotografie. Gemeinsam mit ihren Zeitgenossen experimentierte sie frei mit einer neuen Bildsprache: weg von der Malerei, hin zur Realität, aus nächster Nähe und voller Dynamik.
Die Ausstellung
Sie besteht aus Fotos aus der eigenen Sammlung, der weltweit umfangreichsten Besnyö-Sammlung. Vor dem Hintergrund eines sich tiefgreifend wandelnden Europas zeichnet die Ausstellung Besnyös Lebensweg nach: von ihren ersten Erfahrungen mit der Kamera in Budapest und ihren prägenden Jahren im rauen Berlin der 1930er Jahre bis hin zu ihrem Leben und ihrer Karriere in Bergen und später in Amsterdam, wo sie Teil eines fortschrittlichen kreativen Netzwerks war. Auch der Zweite Weltkrieg, der tiefe Spuren hinterließ, und ihr Engagement in der „Dolle Mina“-Bewegung in den 1970er Jahren finden ihren Platz. Mit Vintage-Abzügen, Archivmaterial, Zeitschriften, Briefen und persönlichen Dokumenten bietet die Ausstellung ein facettenreiches Bild von Besnyös Œuvre und vom 20. Jahrhundert, in dem politische Umwälzungen und der Kampf um die Emanzipation der Frauen eng mit ihrem Leben und Werk verflochten sind.
Neue Fotografie
Stilistisch gehört ein Großteil von Eva Besnyös Werk zur Neuen Fotografie, einer Strömung, in der die Kamera dazu genutzt wurde, die Welt auf eine neue, objektive und experimentelle Weise zu zeigen. Charakteristisch dafür sind überraschende Kameraperspektiven, starke diagonale Linien und klare Kompositionen. Mit scharfem Blick hält sie Menschen, Städte, Architektur und gesellschaftliche Veränderungen fest. Ihre Fotos zeigen die Welt, wie sie war: modern, dynamisch und ständig in Bewegung.
Größte Besnyö-Kollektion
Im Jahr 2023 erwarb das Fotomuseum Den Haag / Kunstmuseum Den Haag eine bedeutende Sammlung von 341 Abzügen der Fotografin Eva Besnyö. Alle diese Fotos wurden von Besnyö selbst oder unter ihrer Aufsicht in der Dunkelkammer entwickelt. Die Sammlung umfasst unter anderem das bekannte Porträt des kleinen Jungen mit dem Kontrabass, Porträts von Künstlerfreunden wie Charley Toorop und Violette Cornelius sowie die Straßenaufnahme, die in der Starnberger Straße in Berlin entstanden ist und die für sie so charakteristischen diagonalen Linien aufweist.
Diese Sammlung befand sich im Besitz von Iara Brusse, der Tochter von Besnyö. Der Erwerb der Sammlung wurde durch eine Kombination aus Kauf und Schenkung ermöglicht, mit Unterstützung des Erik-Bos-Fonds.
Selbstporträt mit einer Rolleiflex-Kamera, Berlin, 1931 © Eva Besnyö / Maria-Austria-Institut
- Bezirk
- Internationale Zone
- Art der Ausstellung
- MuseumGalerie
- Sprache
- Kein Niederländisch erforderlich
| Dienstag |
11:00 – 17:00
|
| Mittwoch |
11:00 – 17:00
|
| Donnerstag |
11:00 – 17:00
|
| Freitag |
11:00 – 17:00
|
| Samstag |
11:00 – 17:00
|
| Sonntag |
11:00 – 17:00
|
| bis einschließlich 18 Jahre | kostenlos |
| bis einschließlich 25 Jahre & Studierende | 7,00 |
| Normal | 16,00 |