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Standbild Prinz Wilhelm I. von Oranien-Nassau (1533-1584, Spitzname: der Schweiger), 1848

Plein, 2511 CR Den Haag
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Standbeeld Prins Willem van Oranje
Eintritt
umsonst
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Der Entwurf des Standbildes von Wilhelm I. von Oranien-Nassau lieferte ziemlich viel Diskussionsmaterial: Über die Position des Hundes, die Haltung und die Kleidung des Prinzen und die Frage, ob er eine Kalotte tragen muss oder nicht, wurde ein Jahr lang diskutiert. Aber Ende 1842 war es dann so weit: Der Bildhauer Louis Royer erhielt den endgültigen Auftrag. In Bezug auf die Wahl des Künstlers konnten sich die Mitglieder der nationalen Kommission und der Initiator König Wilhelm II. schon schnell einigen. In den Niederlanden gab es nur einen Bildhauer, der eine derartige Aufgabe zu einem guten Ende bringen konnte: der Flame Louis Royer. Dieser Hofbildhauer und Direktor der Bildhauerabteilung der Amsterdamer Akademie machte sich mit einer Reihe großer Standbilder in Amsterdam einen Namen. Ende 1841 wurde er gebeten, eine Entwurfsskizze für ein Standbild von Wilhelm I. von Oranien-Nassau zu erstellen. Die Enthüllung des Standbildes konnte erst im Jahr 1848 stattfinden. Die Arbeiten waren verschoben worden – warum, bleibt unklar.

Mitten auf dem Plein steht er dann also: Royers unbestreitbarer Vater des Vaterlands. Viele zogen diese Darstellung von Wilhelm I. von Oranien-Nassau dem Reiterdenkmal (1845) gegenüber dem Paleis Noordeinde vor. Hier steht ein Staatsmann, die rechte Hand warnend erhoben, die linke auf den besiegelten Dokumenten der Utrechter Union (1579), dem Bündnis der sieben nördlichen niederländischen Provinzen gegen die spanische Vorherrschaft und Grundlage der politischen Einheit der Niederlande. Der Hund symbolisiert Treue (Die Geschichte besagt, dass der Hund einstmals sein Leben gerettet hat.)